"Was kostet das?" ist die erste Frage bei jeder Räumung - und die, bei der im Internet am meisten geflunkert wird. Von "gratis" bis zu utopischen Pauschalen findet man alles. Hier kommt die ehrliche Version aus über 30 Jahren Räumungspraxis in Wien: welche Größenordnungen realistisch sind, wovon der Preis wirklich abhängt und woran Sie unseriöse Angebote erkennen.
Die kurze Antwort: Richtwerte nach Objektgröße
Jede seriöse Räumungsfirma kalkuliert individuell - aber Größenordnungen lassen sich nennen:
- Kellerabteil oder kleiner Abstellraum: meist im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich - je nach Füllgrad und Problemstoffanteil.
- Garconniere / Kleinwohnung (bis ca. 40 m²): üblicherweise ein niedriger vierstelliger Betrag, bei wenig Inventar auch darunter.
- Wohnung (60-100 m²): abhängig von Menge, Stockwerk und Lift - der häufigste Fall liegt im mittleren vierstelligen Bereich, mit Wertanrechnung oft deutlich darunter.
- Einfamilienhaus: stark abhängig von Keller, Dachboden und Nebengebäuden - hier reicht die Spanne vom Preis einer großen Wohnungsräumung bis zum Mehrfachen bei sehr vollen Objekten.
Wichtig: Das sind Orientierungswerte, keine Angebote. Den verbindlichen Preis gibt es erst nach einer Besichtigung - bei uns kostenlos und mit schriftlicher Fixpreisgarantie.
Diese fünf Faktoren bestimmen den Preis
- Menge des Räumguts. Der größte Hebel. Entscheidend ist nicht die Wohnfläche, sondern was drinsteht - eine vollgeräumte Garconniere kann teurer sein als eine halbleere 100-m²-Wohnung.
- Zugänglichkeit. Vierter Stock ohne Lift, enges Stiegenhaus, keine Ladezone vor dem Haus: Alles, was das Tragen verlängert, kostet Arbeitszeit.
- Art des Räumguts. Hausrat und Möbel sind Standard. Problemstoffe (Farben, Öle, Reifen), Elektrogeräte und Bauschutt haben eigene Entsorgungswege - und eigene Tarife.
- Verwertbares Inventar. Gut erhaltene Möbel, Antiquitäten oder Sammlungen werden bei seriösen Firmen bewertet und angerechnet - sie senken den Endpreis, manchmal erheblich.
- Termindruck. Eine Expressräumung binnen 48 Stunden ist machbar, braucht aber kurzfristig Team und Fahrzeuge - das kostet mehr als ein flexibler Termin.
Warum "Gratis-Entrümpelung" fast immer teurer wird
Räumen kostet real Geld: Löhne, Fahrzeuge, Treibstoff und - der oft unterschätzte Posten - Entsorgungsgebühren. Wer "gratis" räumt, holt sich das Geld anders: durch nachträgliche Aufschläge ("da war mehr, als wir dachten"), durch das wortlose Mitnehmen von Wertsachen ohne Anrechnung oder im schlimmsten Fall durch illegale Ablagerung des Räumguts - für die am Ende der Auftraggeber haften kann. Ein transparenter Fixpreis mit offen ausgewiesener Wertanrechnung ist praktisch immer die günstigere und sicherere Wahl.
So senken Sie Ihre Räumungskosten seriös
- Verwertbares drinlassen. Räumen Sie Antiquitäten und gute Möbel nicht vorab weg - sie sind Ihr Rabatt.
- Flexibel beim Termin sein. Wer sich in eine bestehende Tour einplanen lässt, zahlt weniger als der Express-Auftrag.
- Alles in einem Auftrag. Wohnung plus Kellerabteil plus Garage in einem Einsatz ist günstiger als drei Einzelaufträge.
- Fotos mitschicken. Bei kleinen Objekten wie Kellerabteilen ersetzt ein Foto oft die Besichtigung - das beschleunigt das Angebot.
Absetzbarkeit: Wann das Finanzamt mitzahlt
Räumungskosten können in bestimmten Fällen steuerlich relevant sein - etwa als Werbungskosten bei Vermietung (z. B. Räumung vor Neuvermietung) oder im Rahmen einer Verlassenschaft als Nachlassverbindlichkeit. Heben Sie die Rechnung auf und fragen Sie Ihre Steuerberatung - eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Leistung bekommen Sie bei uns selbstverständlich.
Fazit
Misstrauen Sie Pauschalpreisen ohne Besichtigung und allem, was "gratis" verspricht. Eine ehrliche Räumung hat einen ehrlichen Preis - und der ist dank Wertanrechnung oft niedriger als befürchtet. Den genauen Betrag für Ihr Objekt erfahren Sie am schnellsten über eine kostenlose Besichtigung - oder Sie lesen vorab, wie eine Wohnungsräumung Schritt für Schritt abläuft.